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Spitzahorn als Shohin-Bonsai 'Al Hadba'
(Acer platanoides)
Baum in Halbkaskaden-Form im kleinen Shohin-Format
(in der
Verfeinerungsphase)
Bonsai aus Gartenyamadori-Material,
Herkunft Deutschland, seit 2017 in meiner Sammlung.
Maße (nur hölzerne Teile des Baums): Breite ca. 19 cm, Höhe ca. 12 cm, Tiefe ca. 11 cm.
Alter unbekannt,
geschätzt ca. 20 Jahre
Schale: China, gesiegelte Yxing-Keramik
Dieser
Baum wurde von mir als Gartenyamadori auf einem Bonsaiflohmarkt als
günstiger Rohling erworben und gefiel mir spontan durch die
aussergewöhnliche Buckelform die durch das mehrfach erfolglose
Entfernen des Baumes mittels rabiater Rückschnitte entstanden ist
(Spitzahorn wächst wie Unkraut und muss aus Gärten
regelmässig entfernt werden). Dieser Bonsai entstand also aus
"Garten-Abfall" der irgendwie aus dem Grünschnittsack gerettet
wurde.
Der Spitzahorn ist ausgepflanzt gnerell sehr starkwüchsig und
entwickelt sehr grosses Laub mit 20-25 cm Blattgrösse und scheint
somit für Bonseizwecke, besonders Shohin denkbar ungeeignet. Durch
die Kultivierung in der Schale sowie sommerlichen Laubschnitt bzw.
Entlaubung mit verfeinertem Neuaustrieb bei zurückhaltender
Düngung, lässt sich diese Art aber sehr wohl als Shohin
gestalten und gehört dabei keineswegs zu den unattraktiven Arten.
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Spitzahorn (Acer platanoides) Shohin
Der
Eigenname 'Al Hadba', dt. "Das Bucklige", den ich 2017 spontan schon
bald dem Baum
verliehen hatte, ist von dem berühmten, gekrümmten Minarett
der Al-Nuri
Moschee in Mossul inspiert das im selben Jahr durch den IS gesprengt
wurde und mittlerweile wiederaufgebaut ist: Al Hadba, das Bucklige
Minarett, auferstanden aus einem Schuttkegel und Al Hadba, der Ahorn,
wiederbelebt aus einem gerodeten Stubben bzw " Dumpdori".
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